Immune2day spritze
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immune2day

Eingereicht für Stuttgart

Standort Wunschort Tübingen /Reutlingen / Stuttgart
Gründungsjahr 2015

immune2day

Wir haben eine Art Fotokopierer gebaut mit dem man Biomoleküle kopieren kann. Bei der Anwendung immune2day füttert man die DNA eines Virus ein und kann so innerhalb von zwei Tagen einen potentiellen Impfstoff finden und mit dessen Produktion beginnen. Diese Verfahren wollen wir zunächst an der Schweine-Schweinegrippe zeigen, um dann Impfstoffe für Menschen herzustellen - angefangen von der jährlich wiederkehrende Grippe bis hin zu Ebola.

Team

Wir sind alle Mitglieder einer Forschungsgruppe aus Freiburg und wollen unsere Idee nun vorstellen und in den nächsten Jahren kommerziell umsetzen. Daher ist alles vom Studenten bis zum Postdoc vertreten. Dr. Günter Roth, Physiker und Biochemiker (Ideengeber und Erfinder) ; Jürgen Burger, Ingenieur (Entwickler des Kopierergerätes); Christin Rath (DNA zu DNA Kopie); Normann Kilb, Biologe (Protein Kopie für HPV und Influenza); Tobias Herz, Biologe (Protein Kopie für Borreliose und HPV); Philipp Meyer und Johannes Wöhrle, Mikrosystemtechniker (Entwickler Fluidik und Oberflächen) sowie Niko Bausch (beratender Ökonom).

Idee

Die grundsätzliche Idee entspricht einem Fotokopierer, nur dass anstelle von Text und Papier, Biomoleküle kopiert werden. Als Ausgangsmaterial können wir grundsätzlich jede DNA nehmen, die dann mit entsprechender Biochemie zu DNA, RNA oder Protein vervielfältigt und auf eine Glasoberfläche übertragen wird. So entstehen Hunderte bis Hunderttausende kleiner Punkte. Jeder Punkt trägt ein anderes Biomolekül. Nimmt man nun die DNA eines Erregers und erzeugt damit eine Proteinkopie, so kann man mit einer Blutprobe eines Überlebenden diejenigen Proteine finden, welche das Immunsystem zur Abwehr nutzte. Man muss einfach die Punkte finden, die "aufleuchten" (https://youtu.be/Ns0wlkgsXB4). Mischt man diese immunogenen Proteine, dann hat man bereits einen potentiellen Impfstoff, den man natürlich noch testen muss. Leider lassen sich Impfstoffe nur an höheren Tieren oder Menschen testen. Daher müssen wir unser Verfahren zunächst an der Schweine-Schweinegrippe testen - ein unumgänglicher Tierversuch - bevor man an Menschen testet. Allerdings kann dann dieser erste Schweine-Impfstoff dann dazu verwendet werden, um zukünftig sämtliche Zuchtschweine vor der Schweinegrippe zu schützen. Sofern wir mit unserem Impfstoff die Schweine vor der Schweinegrippe schützen können, kann unser Verfahren für "Menschen-Impfstoffe" angewendet werden und es werden keine weiteren Tierversuche mehr notwendig sein. Wir gehen davon aus, dass man schon 2 Tage nach Erhalt der Proben (Blut eines Überlebenden und der Erreger) einen Impfstoffkandidaten bereitstellen kann. Bisher dauert dies etliche Monate bis Jahre! Damit wären wir in der Lage sozusagen in Echtzeit auf neue Krankheiten zu reagieren und könnten auch Impfstoffe anpassen, wenn z.B. so wie dieses Jahr der Grippeimpfstoff (mit den alten Verfahren über Monate entwickelt) einfach aufgrund einer Mutation des Erregers unwirksam (oder nur schwach wirksam) ist. Denken Sie immer daran, ohne Impfung gäbe es noch immer die Pocken und damit 10 Millionen Opfer die jährlich daran sterben würden! Wir wollen mit diesem Pitch an die Öffentlichkeit treten, Erfahrungen sammen und Investoren sowie Partner finden, um dieses innovative Verfahren zu zeigen und dann weltweit umzusetzen.